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Das Bild, das Sagen und die Neubeschreibung der Häute

Das Bild, das Sagen und die Neubeschreibung der Häute | private Präsentation – Andreas Reinsch Project, Berlin 2025

Nachdem die Häute nun ausgeschabt und geglättet sind – und die Schafe pochend sich erinnernd an die schweigenden Portale im grellen Licht der Zeit – auf der Suche nach den richtigen Fragen.

Die großen Erzählungen, heißt es, seien zu Ende erzählt. Doch angesichts der sich immer stärker aufdrängenden Zukunftsfragen und jener neuen „künstlichen Intelligenzen“, die uns in unserem eigenen Menschsein spiegeln, nachahmen und herausfordern, scheint es unerlässlich, die uralten Fragen neu zu formulieren: Fragen nach Sinn und Glauben, nach Leid und Endlichkeit, nach dem Schönen, dem Guten und dem Wahren; Fragen nach Liebe und Nächstenliebe, Glück und Gerechtigkeit, nach Würde und Lebendigkeit, nach Utopie und Möglichkeit. Kurz: Fragen nach dem, was wir zu sein glauben – und danach, wer wir als Menschheit sein wollen, jetzt und in der Zukunft, die bereits begonnen hat.

So kehrt die Philosophie in das Bild zurück: nicht, um es zu erklären, sondern um es wieder zu öffnen. Vielleicht besteht die Aufgabe des Bildes heute darin, eine Unterbrechung zu sein. Eine Pause im Rauschen. Ein kurzes Innehalten, das das Menschliche nicht erklärt, sondern erfahrbar macht.

Darüber hinaus ist für mich der Raum zwischen den Bildern – die Fuge – interessant. Das Erkennen von Korrelationen ist aufschlussreich. In diesem Sinne sind die auf dieser Webseite abgebildeten und sich fortlaufend erweiternden Werkgruppen themenbezogene Komponenten, die je nach Ausstellungsort und -form variierend miteinander in Beziehung gesetzt werden.

DG, Berlin

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